Serkalo
80 JAHRE BALI
Ein Bekenntnis, nannte Andrej Tarkowskij seinen vierten Film. Er erzählt von seiner Mutter, seiner Kindheit und Jugend, vor und während der Jahre des Großen Krieges. Der Zuschauer wird in komplexen und verschlüsselten Bildern durch ein anscheinend unendliches Labyrinth an Bezügen und Handlungsebenen geführt. Gegenwart und Vergangenheit, Individualität und Massenszenen, Dokumentation und Spielfilm sowie Poesie und Realität verschmelzen. Immer wieder werden einzelne Wörter, Bilder, Kamerafahrten oder Montagen zu Ausdrucksmitteln von Gedanken des Protagonisten. Ganz persönliche Erinnerungen treten gemeinsam mit gesellschaftlichen oder historischen Ereignissen der Sowjetunion zwischen 1930 und den späten siebziger Jahren auf. »Der Spiegel« ist der am stärksten autobiografisch geprägte Film Tarkowskijs, in dem sein künstlerisches Konzept vom »Film als Bildhauerei aus Zeit« am deutlichsten wird.
Im Original auf Russisch/Spanisch mit deutschen Untertiteln.