Bali Kino

Bali Kino Berlin

 

 

 

 


 Bali Kino
 Teltower Damm 33
 14169 Berlin
 Tel.: 030 / 811 46 78
 Fax: 030 / 812 99 538

 

Unser Monatsprogramm und Veranstaltungsflyer zum Ausdrucken.

Programmänderungen vorbehalten. Angaben ohne Gewähr.



08_Monatsprogramm_August_2016.pdf
09_Monatsprogramm_September_2016.pdf


MONSIEUR CHOCOLAT

Frankreich, kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts: 

Auf der Suche nach neuem Talent entdeckt der Clown George Footit den aus der Sklaverei entflohenen Chocolat, der mit einem kleinen Wanderzirkus durchs Land reist. Die beiden Außenseiter freunden sich an und entwickeln eine gemeinsame Bühnenshow, die schnell zu einem großen Zuschauermagneten wird. Auftritte in den größten Zirkushäusern von Paris machen Footit und Chocolat schließlich landesweit bekannt.    

 

Doch der große Ruhm treibt nicht nur einen Keil in die Freundschaft der beiden, sondern zieht auch die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich. Chocolat muss feststellen, dass er viele Feinde hat, die den Erfolg eines schwarzen Künstlers nicht dulden werden... 

 

MONSIEUR CHOCOLAT erzählt die wahre Geschichte vom Aufstieg und Fall von Raphaël Padilla, der unter dem Namen Chocolat als erster schwarzer Künstler auf einer französischen Bühne zu großem Ruhm und Reichtum gelangte und beides wieder verlor.

 

Regie Roschdy Zem
Frankreich 2016
120 Minuten
FSK ab 12 Jahren
französisch Original mit deutschen Untertiteln

 

 

Do. 25.8. - Mi. 31.8.2016 um 18.00 Uhr
Frühstück bei Monsieur Henri

Die Gesundheit des in die Jahre gekommenen Henri Voizot ist nicht mehr die beste. Also lässt sich der grummelige Mann darauf ein, seine Wohnung mit der jungen Studentin Constance zu teilen, gibt aber strenge Regeln vor. Allein die Zusammenfassung der Hausordnung, an die sich Constance fortan halten muss, hat 20 Seiten – fortan muss die junge Frau kalt duschen und darf keine Männer empfangen. Bald hat Henri eine weitere Forderung an seine neue Mitbewohnerin: Sie soll dafür sorgen, dass sich sein Sohn Paul von Freundin Valérie trennt, die der Papa für eine Idiotin hält. Falls Constance Paul und Valérie auseinanderbringt, braucht sie sechs Monate keine Miete zu zahlen…

 

Regie Ivan Calbérac
Frankreich 2016
95 Minuten
FSK ab 0 Jahren, empf. ab 14 Jahren
französisch Original mit deutschen Untertiteln

 

 

Do. 25.8. - Mi. 31.8.2016 um 20.30 Uhr
Wie Brüder im Wind

Der zwölfjährige Lukas wächst in einer idyllischen Berggegend auf. Doch bei ihm zu Hause geht es wenig harmonisch zu, ist das Verhältnis zwischen ihm und seinem Vater doch sehr angespannt. So verheimlicht Lukas es auch, als er eines Tages ein aus dem Nest gefallenes Adlerjunges findet und beschließt, es aufzuziehen, nicht zuletzt weil sein Vater nicht gut auf die Vögel zu sprechen ist, da er in ihnen eine Bedrohung für seine Schafherde sieht. Unterstützung bekommt Lukas bei seinem Vorhaben allerdings vom fürsorglichen Förster Danzer. Schnell entwickelt sich zwischen dem Zwölfjährigen und dem Adler eine ganz besondere Beziehung. Doch je vertrauter die beiden werden, desto näher rückt auch der Tag, an dem der Junge seinen tierischen Freund wieder in die Freiheit entlassen muss.

 

Regie Gerardo Olivares, Otmar Penker
Österreich/Spanien2016
97 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 1.9. - So. 4.9.2016 um 16.00 Uhr


Lou Andreas-Salomé

1861 in St. Petersburg geboren, begreift die junge Lou früh, dass sie als Ehefrau und Geliebte in der von Männern bestimmten Welt keine Chance hat, als Ebenbürtige zu bestehen. Der körperlichen Liebe erteilt sie fortan eine entschiedene Absage um als gleichwertig und selbstbestimmt akzeptiert zu werden. Gegen den Willen ihrer Mutter beschäftigt sie sich mit Philosophie, schreibt Gedichte und bewegt sich in den intellektuellen Kreisen. Auf ihrem Weg begegnet sie als wissenshungrige Studentin in Rom den Philosophen Paul Rée und Friedrich Nietzsche, die von dieser klugen und uneinnehmbaren Frau so fasziniert sind, dass sie ihr beide einen Heiratsantrag machen – ohne Erfolg. Doch als der junge, damals noch unbekannte Autor Rainer Maria Rilke auf der Bildfläche erscheint und die erfolgreiche Schriftstellerin mit Gedichten umwirbt, verliebt sie sich und wird seine Ratgeberin und Förderin. Zum ersten Mal lässt sie sich auf eine Affäre ein, auf die zahlreiche weitere Liebschaften folgen.

Im Alter von 50 Jahren lernt sie Sigmund Freud kennen und entdeckt die Psychoanalyse für sich, beeinflusst ihrerseits aber auch den berühmten Analytiker in seinen Theorien. 1933, als sich die dunklen Wolken des Nationalsozialismus über Deutschland zusammenziehen, lebt Lou Andreas-Salomé in Göttingen. Zusammen mit dem jungen Germanisten Ernst Pfeiffer lässt sie ihr bewegtes Leben Revue passieren: Ihren Kampf um die Freiheit, ihre Errungenschaften in Philosophie, Literatur und Psychoanalyse und die späte Entdeckung der Liebe...

 

Regie Cordula Kablitz-Post
Deutschland/Österreich/Schweiz 2016
113 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 1.9. - Mi. 7.9.2016 um 18.00 Uhr
Chamissos Schatten Kapitel 2 – Teil 1

Chamissos Schatten: Kapitel 2. Teil 1 - Tschukotka und die Wrangelinsel führt die Künstlerin Ulrike Ottinger auf ihrer Reise weiter. Nachdem die Filmemacherin Alaska hinter sich gelassen hat, heißt ihr neues Ziel Tschukotka, wo sie erneut Land und Leute, die Tier- und die Pflanzenwelt auf den Spuren von Adelbert von Chamisso genauer unter die Lupe nimmt…

 

Regie Ulrike Ottinger
Deutschland 2016
192 Minuten
empf. ab 16 Jahren
Dokumentation

 

 

Do. 1.9. - Fr. 2.9.2016 um 20.30 Uhr
VOR DER MORGENRÖTE

VOR DER MORGENRÖTE erzählt episodisch aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Die Geschichte eines Flüchtlings, die Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat. Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender tropischer Natur keinen Frieden finden lassen und ihm die Heimat nicht ersetzen können.

Ein bildgewaltiger historischer Film über einen großen Künstler und dabei ein Film über die Zeit, in der Europa auf der Flucht war.

 

Regie Maria Schrader
Österreich, Deutschland, Frankreich 2016
106 Minuten
empf. ab 16 Jahren

 

 

Sa. 3.9. - Mi. 7.9.2016 um 20.30 Uhr

Do. 8.9. - So. 11.9.2016 um 18.00 Uhr

Di. 13.9. - Mi. 14.9.2016 um 18.00 Uhr


Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Der tiefbegabte Rico und der hochbegabte Oskar sind in ihrem letzten Abenteuer Steindieben auf der Spur, welche sie sogar bis an die Ostsee führt.  In der Dieffe 93 hat sich einiges getan: Ricos Mutter Tanja ist mittlerweile mit dem Bühl zusammen und Ricos bester Freund Oskar lebt mit seinem Vater Lars nun auch bei Rico im Haus. Also eigentlich alles gut und Ricos Laune ist prima. Doch dann stirbt völlig überraschend der knarzige Fitzke und vererbt Rico seine geliebte Stein-Sammlung. Während Oskar überzeugt ist, dass diese Sammlung absolut wertlos ist und eine echte Fitzke-Marotte war, glaubt Rico nun im Besitz eines wertvollen Schatzes zu sein, den er in Gedenken an Fitzke auch würdig bewahren möchte. 

 

Als die beiden Jungs feststellen, dass Ricos Lieblingsstein, der Kalbstein, gestohlen wurde, ist ihr Detektiv-Spürsinn geweckt! Sie müssen die Diebe stellen und finden heraus, dass die auf dem Weg an die Ostsee sind. Da passt es prima, das Tanja mit dem Bühl in den "Knutsch-Urlaub" geflogen ist und so begeben sich die beiden pfiffigen Jungs allein auf eine spannende Reise an die Ostsee.

 

Regie Neele Leana Vollmar
Deutschland 2016
94 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 8.9. - So. 11.9.2016 um 16.00 Uhr


BILET NA KSIEZYC [One Way Ticket to the Moon]

„Wirst Du auf mich warten?” fragt Adam  seine Danusia, als er 1969 das Dorf in Süd-polen verlassen muss, um seinen Wehrdienst in Stettin anzutreten. Mit dem älteren Bruder Anton reist Adam quer durch Polen. Anton ist überzeugt, dass der weltfremde Adam in der Armee einen schweren Stand haben wird und er ihn deswegen so lange als möglich brüder-lich beschützen muss. Die Reise nach Stettin ist geprägt von skurrilen Treffen mit Antons Freunden unterwegs. Dort angekommen ver-läuft sich Adam in einen Nachtclub, wo er plötzlich auf einen kleinen Jungen aufpassen soll. In dessen Mutter erkennt er zum ersten Mal in Leben jemanden, für den es sich zu engagieren lohnt. Doch da wird die Sache gefährlich, kompliziert und endet ganz anders als geplant.     

 

Regie und Drehbuch Jacek Bromski
Polen 2013
120 Minuten 
FSK ab 6 Jahren, 
empf. ab 14 Jahren
Originalfassung mit englischen Untertiteln

 

 

Mo, 12.9.2016 um 18.00 Uhr - KINO DER NACHBARN
TOMORROW – Die Welt ist voller Lösungen

Ein Film über die Lösungen, die wir brauchen, um den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Von dem Aktivisten Cyril Dion und der Schauspielerin Mélanie Laurent. 

 

Als die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

 

Regie Cyril Dion, Mélanie Laurent
Frankreich 2016
118 Minuten
FSK ab 0 Jahren,
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 8.9. - Sa. 10.9.2016 um 20.00 Uhr
DIE STADT ALS BEUTE

Von London bis New York gilt Berlin plötzlich als “the place to be“. Das weckt Begehrlichkeiten. Jeder will hier wohnen und viele wollen sich hier eine Wohnung kaufen, die – verglichen mit „zu Hause“ – spottbillig ist. Ehemaliger staatlicher Wohnungsbestand wird privatisiert und Mietwohnungen werden zu Eigentum. Welten prallen aufeinander und Paralleluniversen tun sich auf.  

Andreas Wilcke hat diesen Vorgang vier Jahre lang durchleuchtet. Mit seiner Kamera ist er überall in der Stadt unterwegs; befragt die verschiedenen Akteure, begleitet Makler, Investoren und Kaufinteressenten bei der Schnäppchenjagd und Mieter beim Gang durch die Institutionen. Der Zuschauer ist quasi live dabei, wenn im Zeitraffertempo eine ganze Stadt umgekrempelt wird.

 

Regie Andreas Wilcke
Deutschland 2015
82 Minuten
empf. ab 14 Jahren

 

 

So. 11.9.2016 und Mi. 14.9.2016 um 20.00 Uhr
Mietrebellen

In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bis­her unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum. Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

 

Regie Gertrud Schulte Westenberg und Matthias Coers
Deutschland 2014
78 Minuten
empf. ab 14 Jahren

 

 

Mo. 12.9.2016 um 20.00 Uhr


Wer rettet Wen?

Der Film beginnt mit Eindrücken der Zerrissenheit unserer Gesellschaft. Politiker jonglieren mit billionenschweren Rettungsschirmen, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht. Der Film geht zurück: 2008 ist der spürbare Beginn dieser Entwicklung. Da wird das erste Mal mit vielen hundert Milliarden gerettet. In allen Ländern der westlichen Welt gehen jenseits parlamentarischer Kontrolle gewaltige Summen an marode Banken. Demokratie wird außer Kraft gesetzt. Hier fragt der Film nach: Wie konnte es zu solch einer Katastrophe kommen? Wie funktionierten die „Märkte“, deren Zusammenbrechen überall die Schwächsten der Gesellschaft zu spüren bekommen?

 

Regie Leslie Franke und Herdolor Lorenz
Deutschland 2015
104 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Di. 13.9.2016 um 20.00 Uhr


Ice Age 5 – Kollision voraus!

Scrat stößt bei seiner endlosen Jagd nach der unerreichbaren Nuss in neue Dimensionen vor. Er wird ins Universum katapultiert, wo er versehentlich kosmische Kettenreaktionen auslöst, in deren Folge die Gefahr besteht, dass sich die Ice Age-Welt verändert oder gar zerstört wird. Sid, Manny, Diego und der Rest der Herde verlassen notgedrungen ihre Heimat und begeben sich auf eine Reise voller Spaß und Abenteuer. Dabei durchqueren sie exotische Länder und begegnen einer Vielzahl von neuen schillernden Charakteren…

 

Regie Mike Thurmeier, Galen T. Chu
USA 2016
95 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 15.9. - So. 18.9.2016 um 16.00 Uhr

Do. 22.9. - So. 25.9.2016 um 16.00 Uhr
ATHOS – IM JENSEITS DIESER WELT

Die Halbinsel Athos in Griechenland ist eines der letzten Geheimnisse Europas: Dort leben über 2000 Mönche abgeschieden von der Außenwelt. Der Zugang ist Frauen untersagt, Touristen sind nicht erwünscht. Nur Arbeiter und Pilger erhalten ein Visum. Die Mönchsrepublik lockt Menschen an, denen im modernen Leben etwas fehlt. Mit Hilfe dreier Athos-Mönche entstand mit ATHOS – IM JENSEITS DIESER WELT ein noch nie erzähltes Filmtagebuch. Leitmotiv ist der Weg, den wir Menschen finden und gehen müssen – jeder für sich…

 

Regie Peter Bardehle, Andreas Martin
Deutschland/Griechenland/Österreich 2016
99 Minuten
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 15.9. - Mi. 21.9.2016 um 18.00 Uhr
TONI ERDMANN

Peter Simonischek ist TONI ERDMANN und er ist Winfried, 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines ist eine Karriere¬frau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: Er, der gefühlvolle, sozialromantische Alt-68er, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing-Projekt in Rumänien versucht aufzusteigen, und sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie nach dem Tod seines Hundes spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie. Ines bemüht sich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht zu einer Annäherung. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum Eklat zwischen den beiden. Statt, wie angekündigt, Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines‘ Berufsleben mit der Behauptung ein, der Coach ihres Chefs zu sein, und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein, und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich.

 

Regie Maren Ade
Deutschland/Österreich 2016
162 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 15.9. - Di. 20.9.2016 um 20.30 Uhr

Fr. 23.9. - Mi. 28.9.2016 um 20.30 Uhr

So. 25.9.2016 um 11.00 Uhr - Frühstückskino
Zen for Nothing

Tief in den Bergen an der Westküste Japans liegt das kleine Zen Kloster Antaiji. Eine junge Frau aus der Schweiz, Sabine Timoteo, macht sich auf den Weg, um von Herbst bis Frühjahr in das Abenteuer klösterlichen Lebens einzutauchen. ZEN FOR NOTHING ist eine Auseinandersetzung mit der Philosophie des japanischen Zen-Meisters Kodo Sawaki und den Überraschungen des Alltags.

 

Regie Werner Penzel
Deutschland/Schweiz 2015
100 Minuten
empf ab 14 Jahren
Dokumentation

 

 

Do. 22.9. - Sa. 24.9.2016 um 18.00 Uhr

Mo. 26.9. - Mi. 28.9.2016 um 18.00 Uhr


Giraffada

Der 10-jährige Ziad lebt allein bei seinem Vater Yacine und hat nur zwei Freunde, Rita und Brownie. Jede freie Minute verbringt er mit den beiden Giraffen im einzig übrig gebliebenen Zoo des Westjordanland, wo sein Vater als Tierarzt arbeitet. Als Brownie bei einem nächtlichen Luftangriff ums Leben kommt, verweigert Rita aus Trauer und Einsamkeit jegliches Futter und droht zu sterben.

 

Ziad und sein Vater sind verzweifelt, denn wo sollen sie auf die Schnelle einen für Rita passenden Giraffenbullen herbekommen? Das einzige in Frage kommende Tier lebt ausgerechnet in einem Zoo in Israel. Zusammen mit Laura, einer französischen Pressefotografin, begeben sie sich auf die abenteuerliche Reise, eine Giraffe über die Grenze zu schmuggeln. 

 

Regie Rani Massalha
Frankreich/Deutschland/Italien/Palästina 2013
90 Minuten
FSK ab
12 Jahren

 

 

Do. 29.9. - So. 2.10.2016 um 16.00 Uhr


MEIN HERZ TANZT

MEIN HERZ TANZT ist die Geschichte von Eyad, der als bislang erster und einziger Palästinenser an einer Elite-Schule in Jerusalem angenommen wird. Eyad ist sehr bemüht, sich seinen jüdischen Mitschülern und der israelischen Gesellschaft anzupassen – er möchte dazugehören. Und dann ist da Yonatan, er sitzt im Rollstuhl, ein Außenseiter wie Eyad. Schon bald entsteht zwischen den beiden eine ganz besondere Freundschaft. Sein Leben in Jerusalem nimmt eine Wendung, als sich die schöne Naomi in Eyad verliebt. Eine Liebe, die gegenüber Familie und Freunden geheim bleiben muss. Naomi möchte gegen alle Widerstände zu Eyad stehen, und auch Eyad ist bereit, alles für Naomi zu tun. Auf seiner Suche nach Zugehörigkeit muss Eyad schließlich erkennen, dass er eine Entscheidung fällen muss, die sein Leben für immer verändern wird.  

 

Regie Eran Riklis 
Israel/ Deutschland/Frankreich 2016
104 Minuten
FSK ab 6 Jahren,
empf. ab 14 Jahren

 

 

Fr. 30.9. - Sa. 1.10.2016 um 18.00 Uhr

Mi. 5.10.2016 um 20.30 Uhr


MR. GAGA

Ohad Naharin, aufgewachsen im israelischen Kibuzz Misra, wird weltweit als einer der herausragenden zeitgenössischen Choreographen gefeiert. Mit seiner ungewöhnlichen künstlerischen Vision sowie seinen mitreißenden Choreographien verhalf er der Batsheva Dance Company zu internationaler Bekanntheit. Naharin entwickelte als künstlerischer Leiter des israelischen Ensembles eine komplett neue Bewegungssprache: „Gaga“. Dabei werden bekannte Bewegungsmuster durchbrochen, „Gaga“ sucht nach der Interaktion zwischen den Beteiligten, die sich gemeinsam einen Bewegungsraum von Freiheit und Wohlbehagen erarbeiten. Für Naharin geht es dabei um Leidenschaft, herausbrechende Kraft, das Extreme, um die Lust des Moments und darum, Grenzen zu brechen. Als Revolutionär des Modern Dance wird Ohad Naharin an international renommierte Häuser eingeladen, u.a. die Staatsoper Berlin, um seine Werke mit den jeweiligen Compagnien einzuarbeiten. Der preisgekrönte Regisseur Tomer Heymann zeigt, welche harte Arbeit hinter den kraftvollen und atemberaubenden Auftritten der Batsheva Dance Company steckt, wie Naharin zu dem gefeierten Choreographen wurde und wer „Mr. Gaga“ wirklich ist.

 

Regie Tomer Heymann
Israel/Schweden/Deutschland/Niederlande 2016

103 Minuten
FSK ab 0 Jahren,
empf. ab 14 Jahren

 

 

So. 2.10.2016 um 11.00 Uhr und 18.00 Uhr


90 MINUTEN – Bei Abpfiff frieden

Die ganze Welt blickt gespannt auf die Vorbereitungen zum wichtigsten Fußballspiel der Geschichte: Israel – Palästina. 100 Jahre Kriege, Blutvergießen und Leid. 100 Jahre Friedenspläne, 100 Jahre Scheitern. Der Sport soll nun richten, was die Politik nicht geschafft hat: Ein Fußballspiel soll den Nahost-Konflikt beenden. Der Gewinner darf bleiben, der Verlierer muss das Land verlassen. Und nachher kein Gemotze!   

 

Detlev Buck als deutscher Trainer der Israelis, sowie Moshe Ivgy und Norman Issa als besessene Sportfunktionäre liefern sich ein grandioses Schauspiel vor historischer Kulisse.  

 

Regie Eyal Halfon
srael, Deutschland 2015/2016
85 Minuten
FSK ab 0 Jahren, 
empf. ab 12 Jahren

 

 

Do. 29.9. - Sa. 1.10.2016 um 20.30 Uhr

Mo. 3.10.2016 um 18.00 Uhr


CENSORED VOICES

Der 6-Tage-Krieg endet mit einem Triumph für Israel: Jerusalem, Gaza und West Bank sind ab nun in israelischer Hand. Nur einen Monat danach interviewte der Schriftsteller Amos Oz die beteiligten Soldaten, die berichteten, was wirklich geschah. Diese schonungslosen, intuitiven Zeugnisse von einem Krieg wurden streng zensiert und durften dem israelischen Bewusstsein nicht zugänglich gemacht werden...bis jetzt. 

 

1967 hatte Israel im Sechstagekrieg die übermächtig erscheinende gegnerische Koalition besiegt und sein Territorium auf die dreifache Größe ausgedehnt. Das Land befand sich im Siegestaumel. Am Rand der allgemeinen Euphorie interviewte der Schriftsteller Amos Oz junge Kibbuzniks, die gerade vom Dienst an der Front zurückgekehrt waren. Die Männer redeten offen über die Zerstörung, die Gräuel des Krieges und über ihre Ängste. Sie sprachen über das Verhalten der israelischen Truppen und waren dabei wesentlich kritischer, als Oz erwartet hatte. Der Schriftsteller plante damals die Veröffentlichung der Interviews, doch es kam nicht dazu, weil der Großteil der Tonbänder von der israelischen Armee zensiert wurde – bis heute. Den noch existierenden Fragmenten der Originalaufnahmen werden Stimmen aus Nachrichtenarchiven und Bilder des Konfliktes gegenübergestellt, die das Gesagte in seiner Zeit verorten. Die ehemaligen Soldaten sind heute Männer über 70, die ihre damaligen Zweifel über die Opfer, die in diesem Krieg für den Sieg erbracht wurden, bewegt auf sich wirken lassen. Ihre Stimmen konnten bislang nicht gehört werden – betreffen sie doch den Staat Israel, wie wir ihn heute kennen. 

 

Regie Mor Loushy
Israel/Deutschland 2016
87 Minuten
FSK ab 12 Jahren
empf. ab 14 Jahren
Dokumentarfilm

 

 

So. 2.10. - Di. 4.10.2016 um 20.30 Uhr

Di. 4.10. - Mi. 5.10.2016 um 18.00 Uhr