Bali Kino

Bali Kino Berlin

 

 

 

 


 Bali Kino
 Teltower Damm 33
 14169 Berlin
 Tel.: 030 / 811 46 78
 Fax: 030 / 812 99 538

 

Unser Monatsprogramm und Veranstaltungsflyer zum Ausdrucken.

Programmänderungen vorbehalten. Angaben ohne Gewähr.



03_Monatsprogramm_Maerz_2017.pdf
04_Monatsprogramm_April_2017.pdf


Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt

Die Geschichte beginnt, als sich WikiLeaks-Gründer Julian Assange und sein Kollege Daniel Domscheit-Berg zusammentun, um aus dem digitalen Untergrund heraus die Privilegierten und Mächtigen dieser Welt zu überwachen. Mit minimalsten Mitteln entwerfen sie eine Internet-Plattform, die es Whistleblowern erlaubt, anonym jene Daten zu veröffentlichen, die dunkle Regierungsgeheimnisse und Industrieverbrechen ans Licht zerren. Schnell decken sie mehr Nachrichten auf als die bekanntesten Medien der Welt. Doch als Assange und Domscheit-Berg Zugang zur größten Ansammlung vertraulicher Geheimdienst-Dokumente in der US-Geschichte bekommen, überwerfen sie sich über eine der entscheidenden Fragen unserer Zeit: Welche Bedeutung haben Geheimnisse in einer freien Gesellschaft? Und welche Folgen hat es, sie zu enthüllen?

 

Regie Bill Condon
USA/Belgien 2013
128 Minuten
FSK ab 12 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Mo. 27.3. - Mi. 29.3.2017 um 18.00 Uhr


Fences

Ein etwa 50-jähriger Afroamerikaner, der früher ein hervorragender Baseballspieler war, hat sich in den 1950er-Jahren in einer soliden Existenz als Müllmann in Pittsburgh eingerichtet. Sein Selbstbild als uneingeschränkter Patriarch gerät jedoch aus den Fugen, als er mit einer jüngeren Frau anbandelt und sein Sohn als Footballspieler die Rassengrenzen zu durchbrechen droht, die der Vater für das Ende seiner eigenen Sportkarriere verantwortlich macht. Die Verfilmung eines Theaterstücks von N.N. behält die wuchtige Sprache und den einheitlichen Handlungsort der Vorlage bei, verdeutlicht damit aber schlüssig die enge Gedankenwelt der Figuren. Auf engem Raum entfaltet sich das Drama einer zerrissenen schwarzen Kleinbürgerfamilie, verkörpert von brillanten Darstellern.

 

Regie Danzel Washington
USA 2017
139 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 12 Jahren
Original mit Untertiteln

 

 

Do. 23.3. - Mi. 29.3.2017 um 20.30 Uhr


Mein Leben als Zucchini

Zucchini – so lautet der Spitzname eines kleinen, neunjährigen Jungen, der nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter mit einem neuen Leben konfrontiert wird. Der fürsorgliche Polizist Raymond bringt ihn ins Heim zu Madame Papineau, wo er fortan mit anderen Kindern aufwächst und seinen Platz in der Gesellschaft sucht. Das Zusammenleben ist nicht immer einfach, denn auch der freche Simon, die besorgte Béatrice, die schüchterne Alice, der etwas zerzauste Jujube und der verträumte Ahmed haben bereits viel erlebt. Aber sie raufen sich zusammen und geben einander Halt auf dem Weg, ihr Leben in ruhigere Bahnen zu lenken. Eines Tages stößt die mutige Camille zu ihnen, und Zucchini ist zum ersten Mal im Leben ein bisschen verliebt: Camille ist einfach wunderbar! Doch ihre Tante ist auf das Pflegegeld aus und plant, Camille zu sich zu holen. Können Zucchini und seine Freunde verhindern, dass die kleine Gruppe auseinandergerissen wird?

 

Regie Claude Barras
Schweiz
/Frankreich 2016
66 Minuten
ohne FSK

empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 30.3. - So. 2.4.2017 um 16.00 Uhr


Die Überglücklichen

Maria Beatrice Morandini Valdirana ist Gräfin und Quasselstrippe, die sich in der Welt der Schönen und Reichen bestens auskennt. Seitdem sie sich in einen Berufsverbrecher verliebt und der italienischen Justiz zahlreiche Gründe gegeben hat, sie unter Arrest zu stellen, ist von ihrer gesellschaftlichen Bedeutung nicht mehr viel übrig. Beatrice muss sich in der rustikalen Villa Biondi psychologischer Behandlung unterziehen. Als die junge Donatella, die außerhalb ihres eigenen Universums kaum anzutreffen ist, dort ebenfalls Patientin wird, nimmt Beatrice die gebrochene Frau unter ihre Fittiche. Beim Arbeitseinsatz in einer lokalen Gärtnerei ergibt sich eine seltene Gelegenheit, den goldenen Käfig zumindest kurzfristig zu verlassen: Beatrice und Donatella büchsen aus. Dicht gefolgt von einem Dutzend Psychologen jagen sie durch die Toskana und freunden sich bald an. Zwischen bipolaren Glücksschüben, manischer Zielstrebigkeit und zwanghafter Furchtlosigkeit verstehen sie einander besser als sonst jemand es könnte. Nichts weniger als das Glück wollen sie suchen bei ihrem Ausflug in dieses Freiluft-Irrenhaus, das man viel zu oft mit der Realität verwechselt.

 

Paolo Virzìs neuer Film versprüht in jeder Sekunde so viel Lebensfreude, dass man dringend verrückt werden möchte. DIE ÜBERGLÜCKLICHEN bringt zwei bezwingend starke Frauen auf die Leinwand, genial verkörpert von Valeria Bruni Tedeschi und Micaela Ramazzotti, die uns mit ihrer Wucht und Zerbrechlichkeit viel Kraft geben. Ein großartig gewitztes Zeitbild italienischer Gegenwart und das Portrait einer furiosen Frauenfreundschaft, die uns vor dem Irrsinn rettet.

 

Regie Paolo Virzi
Italien/Frankreich 2016
116 Minuten
FSK ab 12 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 30.3. - Mi. 5.4.2017 um 18.00 Uhr


The Salesman

Da ihr altes Mietshaus einsturzgefährdet ist, sind Emad und Rana, ein junges Paar in Teheran, gezwungen in eine neue Wohnung zu ziehen. Was sie nicht wissen ist, dass die vorherige Mieterin ein nicht ganz einwandfreies Leben geführt hat. Im Zuge einer Verwechslung kommt es zu einem Übergriff in den eigenen vier Wänden, der die Beziehung von Emad und Rana nachhaltig verändert... 

 

Oscar®-Regisseur Asghar Farhadi erweist sich als meisterlicher Taschenspieler des Weltkinos. Mit THE SALESMAN versteht es Farhadi, seine kunstvoll verschränkten Handlungs- und Bedeutungsebenen in einen spannenden Thriller zu verpacken und dabei komplexe Konstrukte wie Ehre, Männlichkeit und Gerechtigkeit zu verhandeln. Asghar Farhadi erhielt in Cannes den Preis für das Beste Drehbuch und Shahab Hosseini den Preis als Bester Hauptdarsteller. THE SALESMAN wurde bei den Oscar®-Verleihungen 2017 als Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. Auf den Filmfestspielen in Cannes erhielt Asghar Farhadi den Preis für das Beste Drehbuch und Shahab Hosseini den Preis als Bester Hauptdarsteller.

 

Regie Asghar Farhadi
Iran, Frankreich 2017
125 Minuten
FSK ab 12 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 30.3. - Mi. 5.4.2017 um 20.30 Uhr


Wie Brüder im Wind

Der zwölfjährige Lukas wächst in einer idyllischen Berggegend auf. Doch bei ihm zu Hause geht es wenig harmonisch zu, ist das Verhältnis zwischen ihm und seinem Vater doch sehr angespannt. So verheimlicht Lukas es auch, als er eines Tages ein aus dem Nest gefallenes Adlerjunges findet und beschließt, es aufzuziehen, nicht zuletzt weil sein Vater nicht gut auf die Vögel zu sprechen ist, da er in ihnen eine Bedrohung für seine Schafherde sieht. Unterstützung bekommt Lukas bei seinem Vorhaben allerdings vom fürsorglichen Förster Danzer. Schnell entwickelt sich zwischen dem Zwölfjährigen und dem Adler eine ganz besondere Beziehung. Doch je vertrauter die beiden werden, desto näher rückt auch der Tag, an dem der Junge seinen tierischen Freund wieder in die Freiheit entlassen muss.

 

Regie Gerardo Olivares, Otmar Penker
Österreich/Spanien2016
97 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 6.4.2017 um 15.00 Uhr

So. 9.4.2017 um 11.00 Uhr


HELLO I AM DAVID!

Die Pianisten-Legende David Helfgott ist einer der außergewöhnlichsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit: Als Wunderkind gefeiert, bestätigt David Helfgott als junger Mann seinen Ruf als Meisterschüler am Royal College of Music in London. 1970, kurz nachdem er mit dem 3. Klavierkonzert von Rachmaninow in der ausverkauften Royal Albert Hall triumphierte, erleidet er einen Nervenzusammenbruch. Zurück in Australien wird eine schizoaffektive Störung diagnostiziert. Fast 11 Jahre verbringt David Helfgott in psychiatrischen Kliniken, schließlich arbeitet er als Barpianist in einer Weinbar in Perth. 

 

Der große Umschwung kommt, als David Helfgott 1984 Gillian kennenlernt, seine große Liebe und spätere Ehefrau. Mit Gillians Hilfe kehrt er ins Leben zurück – und findet das wieder, worum er so lange gekämpft hat: seine „innere Musik“. 1986 gelingt ihm die gefeierte Rückkehr auf die Konzertpodien, zunächst in Australien, dann auch in Europa.  

 

HELLO I AM DAVID! ist der erste Dokumentarfilm über den ebenso herausragenden wie ungewöhnlichen Künstler und inspirierenden Menschen David Helfgott. Regisseurin Cosima Lange begleitet ihn auf seiner Konzertreise mit den Stuttgarter Symphonikern durch Europa – und lässt uns teilhaben an seinem faszinierenden Universum. Vor allem aber ist HELLO I AM DAVID! ein Film über die Liebe. Über die Liebe zum Leben, die Liebe zur Musik – und die bezwingende Liebe dieses so ungleichen wie bezaubernden Paars.

 

Regie Cosima Lange
Deutschland  2015
100 Minuten
FSK ab 0 Jahren

empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 6.4.2017 um 18.00 Uhr und 20.30 Uhr

Mo. 10.4. - Mi. 12.4.2017 um 20.30 Uhr


KOMMEN RÜHRGERÄTE IN DEN HIMMEL?

„Spirituelles Wachstum lässt sich messen an der Weite unseres Mitgefühls, unseres Einfühlungsvermögens. Bei den Entwickelteren von uns hat es längst den Kreis der Menschen um uns herum überschritten, die Tier-, die Pflanzenwelt mit einbegriffen. Aber was ist eigentlich mit den Dingen, den Gerätschaften, mit denen wir uns umgeben? Dürfen wir wirklich alles mit ihnen machen? Haben sie nicht auch das Recht, ihr Leben in Würde zu Ende zu leben, statt achtlos weggeworfen zu werden? Haben auch Dinge eine Seele? Eine Antwort im Film: Ja, haben sie, aber diese Seele zeigt sich erst, wenn nicht nur wir etwas mit ihnen machen, sondern sie auch etwas mit uns machen dürfen.“ (Kraft Wetzel) 

 

"Der Mensch sammelt in seinem Leben mehr als 10.000 Gegenstände an. Doch braucht er wirklich all dieses Zeug? Und warum wirft er nicht selten vieles davon nach kurzer Zeit auf den Müll, um sofort etwas Neues zu kaufen? Die Dokumentation "Kommen Rührgeräte in den Himmel?" stellt die Frage, wie es um die Beziehung des Menschen zu den Dingen bestellt ist." (ARD) 

 

"Kommen Rührgeräte in den Himmel" ist ein Plädoyer für einen bewussteren Umgang mit Produkten und zeigt auf leichte Art, wie wir zu klügeren Konsumenten werden können." (Bettina Lehnert, rbb-online, Kulturmagazin Stilbruch)

 

EIN FILM ÜBER NACHHALTIGKEIT

 

Regie Reinhard Günzler
Deutschland 2016
94 Minuten
Dokumentarfilm

 

 

Fr. 7.4.2017 um 15.00 Uhr

1. FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS ZEHLENDORF


INNSAEI – DIE KRAFT DER INTUITION

Eine UNO-Mitarbeiterin aus Island bricht zusammen: Burn-Out. Sie ahnt, dass dieser „Burn-Out“ eine Folge des Verlusts ihrer inneren Stimme war, ihrer Intuition: „Inn Saei“ auf Isländisch. Zusammen mit einer befreundeten Filmemacherin reist sie deshalb um die ganze Welt, besucht Künstler*innen (u.a. Marina Abramovich), spirituelle Denker und natürlich Wissenschaftler. Die beiden wollten wissen, was genau Intuition ist, wo sie ihren Platz im Körper hat, ob man sie messen kann und wie wir Zugang zu ihr finden. 

 

Von ihren unterschiedlichen Gesprächspartnern bekamen die Filmemacherinnen im Kern übereinstimmende Antworten: Wir sind dabei, unsere Intuition zu verleugnen. Wir können unsere innere Stimme kaum noch hören. Wir suchen die Lösung von Problemen immer mehr außerhalb von uns selbst.  

 

Die Filmemacherin Gunnsteinsdóttir: 'Wir stecken die Dinge gedanklich immer in Schubladen, unser Wissen ist in Schubladen. Wir stecken Menschen in Schubladen, Nationen, Geschlechter. Aber Kreativität, Intuition, Mitgefühl mit anderen Menschen, das alles hat nichts zu tun mit Schubladen“.

 

Regie Kristín Ólafsdóttir und Hrund Gunnsteinsdottir
Island 2016
78 Minuten
Dokumentarfilm

OmU

 

 

Fr. 7.4.2017 um 18.00 Uhr

1. FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS ZEHLENDORF


ECKHART TOLLE: Wirkliche Veränderung beginnt in dir

„Wäre die spirituelle Landschaft im Westen ein Wahl-Königreich, wäre Eckart Tolle ihr König, und das schon seit einem guten Jahrzehnt. Er wäre ein kleiner, unauffälliger König in armelloser Strickweste, ein bisschen wie Olaf Schubert, und genauso witzig.  

 

Es reicht nicht, Tolles famose Bestseller zu lesen. Um ihn in der Tiefe zu verstehen, muss man Eckart Tolle sehen, ihm beim Verfertigen seiner Gedanken zusehen. Man muss ihn als performer erleben, auch als einen spirituellen Komiker, der uns immer wieder unsere Verwirrtheiten vorspielt – und uns mit leichter Hand dorthin führt, wohin wir eigentlich alle wollen, wenn wir uns nur die Zeit dafür nähmen: in den Raum der Stille jenseits des Gedankenstroms, in dem es endlich ruhig wird und die Dinge wieder klar und einfach. 

 

Um diesen Eckart Tolle zu erleben, muss man ihn sehen. Deshalb haben wir gleich zwei Mitschnitte, zwei abendfüllende performances von seiner letzten Deutschland/Schweiz-Tournee ins Festival-Programm genommen. Spirituelles Kraftfutter par excellence – es gibt, soweit wir sehen können, zur Zeit nix Besseres.“ (Kraft Wetzel)

 

Dokumentation eines Vortrags (auf Deutsch) vom 27.09.2015 in Karlsruhe
Regie Jörg Röttger
Deutschland 2016
121 Minuten

 

 

Fr. 7.4.2017 um 20.30 Uhr

1. FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS ZEHLENDORF


VIEL GUTES ERWARTET UNS

"Der Dokumentarfilm von Phie Ambo porträtiert einen 79-jährigen dänischen Biobauern, der seinen Hof nach den Einsichten und Grundsätzen der bio-dynamischen Landwirtschaft bestellt.  

 

Der gelernte Diplom-Ingenieur Niels Stokholm hält auf seinem idyllischen Anwesen nördlich von Kopenhagen unter anderem das vom Aussterben bedrohte Rote Dänische Milchrind. Als einziger Landwirt Dänemarks richtet er die Viehhaltung an den Urinstinkten der Rinder aus. Die Kühe werden nicht enthornt, die Kälber bleiben sechs Monate bei der Herde.  

 

Niels und seine Frau Rita beliefern mit ihren Produkten anspruchsvolle Kunden wie das Kopenhagener Zwei-Sterne-Restaurant Noma. Und doch zeigen sich Risse im Paradies: Ausgerechnet seine Grundsätze in der Tierhaltung bringen Niels Probleme mit den Bio-Kontrolleuren ein, die zum Teil andere Richtlinien befolgt haben wollen. Niels hat massive finanzielle Sorgen und noch niemanden gefunden, der sein Lebenswerk in seinem Sinne fortführt.“ (Bianka Piringer / kino-zeit) 

 

"Anarchie im Kuhstall - In ruhiger Weise porträtiert Phie Ambo mit eindringlichen Bildern einen liebenswürdigen und trotzigen Anarchisten, der für seine Überzeugungen einsteht. Dabei wirft sie ganz unaufgeregt die Frage auf, die in Zeiten einer industrialisierten und globalisierten Lebensmittelherstellung einfach gestellt werden muss: Ist das alles so richtig, wie wir mit unserer Natur und unserem Essen umgehen?" (Hannoversche Allgemeine)

 

Regie Phie Ambo
Dänemark 2014
93 Minuten
Dokumentarfilm

OmU

 

 

Sa. 8.4.2017 um 15.00 Uhr

1. FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS ZEHLENDORF


EVERYDAY REBELLION - Die Kunst der Veränderung

"Eine neue Protestgeneration ist erwacht. Es ist der alte Kampf David gegen Goliath, aber die Methoden haben sich gewandelt. Moderne Aktivisten organisieren sich weltweit in sozialen Netzwerken. Sie schreiben ihren Protest auf die nackten Brüste oder schütten blutrote Farbe in Brunnen zum Zeichen für Völkermord. Sie verkleiden sich als Clowns, umarmen Polizisten, besetzen Banken oder singen ihren Unmut gemeinsam heraus. Ihre Aktionen sind unkonventionell – aber vor allem gewaltfrei und überraschend kreativ. 

 

„Everyday Rebellion“ ist eine mitreißende Hommage an die Kraft des friedlichen Widerstands. Ein Dokumentarfilm und Crossmedia-Projekt, das mit der Web-Plattform www.everydayrebellion.net Aktivisten weltweit vernetzt. Mehrfach preisgekrönt, unter anderem mit dem Cinema for Peace Award und dem Civis Online Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa." (W-Film Köln)

 

Dokumentarfilm von Arash T. & Arman T. Riahi
Österreich/Schweiz 2014
111 Minuten
OmU

 

 

Sa. 8.4.2017 um 17.30 Uhr

1. FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS ZEHLENDORF


RUTH DENISON: DER LAUTLOSE TANZ DES LEBENS

„Dies ist der erste Dokumentarfilm über Ruth Denison (gestorben am 26.02.2015) und ihr Meditationszentrum 'Dhamma Dena' in der Mojave-Wüste von Kalifornien.  

 

Über vierzig Jahren lang lehrte Ruth Denison, geboren 1922 in Deutschland, die Vipassana-Meditation auf der ganzen Welt. Sie unterstützte Tausenden von Menschen dabei, Schmerzen, Leiden und Traumata durchzuarbeiten. Ihr Mitgefühl, ihre Weisheit und Klarheit des Geistes halfen vielen Menschen, Herz und Geist zu heilen und sich ein neues Leben zu schaffen.  

 

In diesem intimen Porträt begegnen wir einer außergewöhnlichen Frau, der Heilung der inneren Dämonen und der Wüste in all ihrer schrecklichen Schönheit. 

 

„Der lautlose Tanz des Lebens“ ist nicht nur ein Dokumentarfilm über eine buddhistische Lehrerin - der Film selbst ist eine Meditation, die es uns ermöglicht, die Stille und das langsame Tempo der Mojave-Wüste zu erleben, die Ver¬bundenheit des ganzen Lebens zu spüren und Teil zu werden von diesem 'lautlosen Tanz'". (Aleksandra Kumorek)

 

Dokumentarfilm von Aleksandra Kumorek
Deutschland 2017
102 Minuten
OmU

 

 

Sa. 8.4.2017 um 20.30 Uhr

1. FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS ZEHLENDORF


GOTTES ZERSTREUTE FUNKEN - JÜDISCHE MYSTIK BEI PAUL CELAN

"Paul Celan (1920-1970) ist einer der großen deutschen Dichter des letzten Jahrhunderts. Seine Eltern kamen im Holocaust ums Leben, er selbst war als junger Mensch im Arbeitslager. Seine Dichtung greift das Unheimliche auf, das uns aus der Welt entgegentreten kann. 

 

Celan befasste sich mit der jüdischen Mystik. Er fand dort Bilder, die ihn faszinierten. Sie berichten von einem Gott, der sich bereits zu Beginn der Schöpfung zurückgezogen hatte, um seinen Geschöpfen die Freiheit zugewähren. Allerdings war sein Licht noch so stark, dass die ersten Seinsformen, die nach einem eigenwilligen Weg strebten, in Millionen von Splittern und Funken zersprangen. Die „Gefäße” zerbrachen. 

 

Nach wie vor irren die Splitter und Funken des Ursprünglichen durch die Welt. Unsere Aufgabe könnte darin bestehen, sie in einem Rettungsakt (Tikkun) einzusammeln und neu zusammenzusetzen. Dem woll Paul Celan mit seiner Poesie dienen.“ (Rüdiger Sünner)

 

Biographischer Film-Essay von Rüdiger Sünner
Deutschland 2016
67 Minuten

 

 

So. 9.4.2017 um 15.00 Uhr

1. FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS ZEHLENDORF


TOMORROW – DIE WELT IST VOLLER LÖSUNGEN

Die Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“, „Beginners“) und der französische Aktivist Cyril Dion lesen in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie, die den Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt. Sie wollen sie mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.  

 

Mit dem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, avancierte der Film in Frankreich im letzten Jahr zum Publikumsliebling und inspirierte bisher mehr als 1.000.000 Zuschauer.“ (Pandora Film Aschaffenburg)

 

Dokumentarfilm von Cyril Dion und Mélanie Laurent
Frankreich 2015
118 Minuten

Französischer Filmpreis „ Cesar“ als bester Dokumentarfilm 2016

 

 

So. 9.4.2017 um 17.30 Uhr

1. FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS ZEHLENDORF


ECKHART TOLLE: Bewusstsein wächst durch Herausforderungen

"Atmosphärisch dicht, voller Enthusiasmus und Inspiration: Wer den aktuellen Eckhart Tolle erleben möchte, wird um die Mitschnitte seiner Vorträge nicht herumkommen.  

 

Man erlebt die nachhaltig wirksame Präsenz eines Weisheitslehrers, der – wie kein anderer – Menschen aller Altersgruppen und spirituellen Traditionen anzieht: mit seiner Würde und Bescheidenheit, seiner Leidenschaft und einem unvergleichlichen Humor, der alle Herzen öffnet.  

 

Dem Meister des JETZT gelingt es in diesem Vortrag, uns für die Essenz aller Spiritualität zu öffnen: dem inneren Raum ohne Gedanken, aber voller Wachsamkeit und Bewusstheit. Seine Worte weisen auf die Ebene der inneren Stille, in der wir eine tiefere Dimension des Seins in uns erfahren können. Mit zahlreichen wirksamen Anleitungen zur Vertiefung der Gegenwärtigkeit im Alltag. (Jörg Röttger) 

 

„Was diesen Vortrag von vielen anderen Tolles unterscheidet: Er, der seine Überzeugungskraft allein aus eigener Beobachtung und detailscharfer Beschreibung bezieht, setzt sich ins Benehmen mit anderen Größen am spirituellen Firmament, insbesondere mit Jesus. Und er spricht – zum ersten Mal, soweit ich sehen kann – über seinen Vater.“ (Kraft Wetzel)

 

Dokumentation eines Vortrags (auf Deutsch) vom 10.10.2015 in Langenthal/Schweiz von Jörg Röttger
Deutschland 2016
119 Minuten

 

 

So. 9.4.2017 um 20.30 Uhr

1. FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS ZEHLENDORF


Die Gabe zu heilen

DIE GABE ZU HEILEN erzählt die Geschichte von Menschen, die mit ihren besonderen Fähigkeiten Beschwerden ihrer Patienten lindern oder heilen können. Fünf charismatische Heiler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lassen den Zuschauer teilhaben an der Suche nach versteckten Ursachen und bei der Anwendung von überliefertem Heilwissen. Mit ihrer sinnlichen und übersinnlichen Begabung therapieren sie seelische und körperliche Krankheiten, bei denen die klassische Medizin oft schon aufgegeben hat.

 

Der Film zeigt, wie diese althergebrachten, obskur wirkenden Methoden eine perfekte Ergänzung zur klassischen Schulmedizin sein könnten.

 

Regie Andreas Geiger
Deutschland 2017
102 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Mo. 10.4. - Mi. 12.4.2017 um 18.00 Uhr


Die rote Schildkröte

Ein Schiffbrüchiger strandet auf einer einsamen Insel. Zum Überleben gibt es dort genug, Gefahren lauern jedoch überall. Er baut sich ein Floss, um von der Insel fortzukommen, wird jedoch jedes Mal von einer roten Schildkröte, die sein Holzgefährt zerstört, daran gehindert. Als die Schildkröte eines Tages an Land kommt, versucht der Mann, sie zu überwältigen, so dass seine Flucht endlich gelingen möge. Doch das Tier entpuppt sich als eine magische Kreatur...

 

Regie Michael Dudok de Wit
Frankreich/Belgien/Japan 2016
81 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 13.4. - So. 16.4.2017 um 16.00 Uhr


Wir sind Juden aus Breslau

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

 

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt. 

 

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wroc?aw, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

 

Am 13.4.2017 werden die Regisseure zum Filmgespräch anwesend sein.

 

Regie Karin Kaper und Dirk Szuszies
Deutschland 2016
108 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 13.4. - Mi. 19.4.2017 um 18.00 Uhr


I Am Not Your Negro

Im Juni 1979 beginnt der bedeutende US-Autor James Baldwin seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text „Remember This House“. Mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Bürgerrechtler-Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt er die Geschichte Amerikas neu.

 

Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung in den 1950er- und 60er-Jahren, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weiße Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart, Baldwins kompliziertes Verhältnis zur Black-Power-Bewegung, den paranoiden Blick eines FBI-Berichts auf dessen Homosexualität. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner. Samuel L. Jacksons Stimme verleiht der poetisch-meditativen Sprache Baldwins einen angemessenen Ausdruck.

 

Regie Raoul Peck
USA 2017
93 Minuten
empf. ab 12 Jahren

 

 

Do. 13.4. - Mi. 19.4.2017 um 20.30 Uhr

Do. 20.4.2017 um 18.00 Uhr

Sa. 22.4. - So. 23.4.2017 um 18.00 Uhr

Di. 25.4. - Mi. 26.4.2017 um 18.00 Uhr


Pets

Im Streit mit einem Streuner, den sein Frauchen mit nach Hause brachte, landet ein Hund in den Straßen von New York und stößt auf der Flucht vor wilden Katzen und Tierfängern auf verstoßene Haustiere, die sich unter dem Kommando eines diabolischen Kaninchens an den herzlosen Men-schen rächen wollen. Mit turbulenten Einfällen und einer knallbunt animierten Tierwelt umschifft der kurzweilige Trickfilm jegliche Untiefe, die sich im Verhältnis von Menschen und Haustieren auftut. Regie Christopher Meledandri
USA  2016
87 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 20.4. - So. 23.4.2017 um 16.00 Uhr