Bali Kino

Bali Kino Berlin

 

 

 

 


 Bali Kino
 Teltower Damm 33
 14169 Berlin
 Tel.: 030 / 811 46 78
 Fax: 030 / 812 99 538

 

Unser Monatsprogramm und Veranstaltungsflyer zum Ausdrucken.

Programmänderungen vorbehalten. Angaben ohne Gewähr.



04_Monatsprogramm_April_2017.pdf
04_KINO-DER-NACHBARN-24-4-2017.pdf


Pets

Im Streit mit einem Streuner, den sein Frauchen mit nach Hause brachte, landet ein Hund in den Straßen von New York und stößt auf der Flucht vor wilden Katzen und Tierfängern auf verstoßene Haustiere, die sich unter dem Kommando eines diabolischen Kaninchens an den herzlosen Men-schen rächen wollen. Mit turbulenten Einfällen und einer knallbunt animierten Tierwelt umschifft der kurzweilige Trickfilm jegliche Untiefe, die sich im Verhältnis von Menschen und Haustieren auftut.

 

Regie Christopher Meledandri
USA  2016
87 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 20.4. - So. 23.4.2017 um 16.00 Uhr


I Am Not Your Negro

Im Juni 1979 beginnt der bedeutende US-Autor James Baldwin seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text „Remember This House“. Mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Bürgerrechtler-Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt er die Geschichte Amerikas neu.

 

Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung in den 1950er- und 60er-Jahren, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weiße Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart, Baldwins kompliziertes Verhältnis zur Black-Power-Bewegung, den paranoiden Blick eines FBI-Berichts auf dessen Homosexualität. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner. Samuel L. Jacksons Stimme verleiht der poetisch-meditativen Sprache Baldwins einen angemessenen Ausdruck.

 

Regie Raoul Peck
USA 2017
93 Minuten
empf. ab 12 Jahren

 

 

Do. 13.4. - Mi. 19.4.2017 um 20.30 Uhr

Do. 20.4.2017 um 18.00 Uhr

Sa. 22.4. - So. 23.4.2017 um 18.00 Uhr

Di. 25.4. - Mi. 26.4.2017 um 18.00 Uhr


Chce sie zyc – In meinem Kopf ein Universum

Mateus liebt die Sterne. Oft lehnt er nachts am Fenster und blickt in die Tiefen des Universums. Und immer stellt er sich die eine Frage: "Wie kann ich den anderen zeigen, dass ich nicht zurückgeblieben bin? Wie kann ich beweisen, dass ich fühle und denke wie jeder andere?" Mateus leidet unter einer zerebralen Bewegungsstörung und ist nicht im Stande seinen Körper zu kontrollieren. Obwohl er nicht mit seiner Umwelt kommunizieren kann, nimmt er doch alles um sich herum wahr: Die abstoßenden Bemerkungen seiner Schwester. Das Lächeln der wunderschönen Anka. Die liebevolle Fürsorge seiner Mutter. Und die üppigen Brüste der netten Nachbarin. Doch der Tag wird kommen, an dem er es allen zeigen wird...

 

Regie Maciej Pieprzyca
Polen 2015
107 Minuten
OmU

 

 

Mo. 24.4.2017 um 18.00 Uhr - KINO DER NACHBARN


NERUDA

Chile, 1948. In einer flammenden Rede vor dem Kongress bezichtigt Senator Pablo Neruda, weltberühmter Dichter, Kommunist und Lebemann, den Präsident Videla des Verrats – und wird umgehend seines Amtes enthoben. Zur Fahndung ausgeschrieben, taucht er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Delia del Carril unter, mitten in der Arbeit an seiner epochalen Gedichtsammlung des „Canto General“. 

 

Während die Kampfgedichte des Canto General in handgetippten Abschriften unter den Arbeitern und Bewohnern der Armenviertel kursieren, heftet sich der melancholische Polizist Óscar Peluchonneau an die Fersen des verhassten roten Dichters, dessen Faszination und Poesie er sich dennoch nicht entziehen kann. Peluchonneau ist fest entschlossen, die Hauptrolle in diesem Spektakel zu übernehmen. Doch wohin er auch kommt – Neruda ist nicht zu fassen.

 

Es beginnt ein Katz- und Maus-Spiel, dem Neruda seinen ganz eigenen, gefährlichen Reiz zwischen Poesie und Legendenbildung abgewinnt. Immer wieder legt er Spuren, um seinem Verfolger im letzten Moment zu entkommen. Die wilde Jagd führt die Kontrahenten in immer abgelegenere Gegenden. In der imposanten Bergwelt der chilenischen Kordilleren macht sich Neruda schließlich daran, das letzte, fulminante Kapitel seines Duells mit Peluchonneau in Szene zu setzen.

 

Regie Pablo Larraín
Chile / Argentinien / Frankreich / Spanien 2017
98 Minuten

FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 20.4. - Mi. 26.4.2017 um 20.30 Uhr

Do. 27.4. - Mi. 3.5.2017 um 18.00 Uhr


KUBO – DER TAPFERE SAMURAI

Die Geschichte spielt in Japan vor unserer Zeit. Unser junger, gutherziger Held Kubo lebt in einer Stadt am Meer und kümmert sich um seine Mutter, seit sein Vater verstorben ist. Er lebt ein bescheidenes Dasein als Geschichtenerzähler, zu dessen Zuhörern auch Hosato, Akihiro und Kameyo gehören. Doch Kubos recht ruhige Existenz zerbricht mit einem Schlag, als er versehentlich einen Geist aus seiner Vergangenheit beschwört und dieser voller Zorn auf die Erde hinab stürmt, um eine uralte Blutrache zu vollstrecken.  

Nun bricht das große Chaos aus, Kubo muss flüchten und ist auf die Hilfe seiner neuen Gefährten angewiesen: Monkey und Beetle. Mit ihnen begibt er sich unerschrocken auf eine gefahrvolle Abenteuerfahrt, um seine Familie zu retten und das Rätsel um seinen gefallenen Vater, einst ein legendärer Samurai-Krieger, zu entwirren. Mit Hilfe seiner Schamisen – einem magischen dreisaitigen Lauteninstrument – muss Kubo zuerst Götter und Monster bekämpfen, einschließlich des rachsüchtigen Moon King und seinen Töchtern, den bösen Zwillingsschwestern, bevor er das Geheimnis seines Vermächtnisses lösen, seine Familie vereinen und sein Schicksal erfüllen kann.

 

KUBO – DER TAPFERE SAMURAI ist eine familienfreundliche Abenteuergeschichte, die von mutigen Freunden und heldenhaften Reisen erzählt.  Mit grandiosen Stop-Motion-Bildern entführen sie große und kleine Zuschauer in eine fantastische Welt voller Gefahren, unheimlicher Kreaturen und waghalsigen Abenteuern.  

 

Regie Travis Knight
USA 2016
102 Minuten
FSK ab 6 Jahren,
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 27.4. - So. 30.4.2017 um 16.00 Uhr


Von Caligari zu Hitler

Die Weimarer Republik zwischen 1918 und 1933 war der freiheitlichste Staat auf deutschem Boden; eine wilde Epoche, geprägt von politischen Verwerfungen, wirtschaftlicher Krise und kulturellem Glanz. Im Kino bündelten sich auch wenn nicht alle, so doch sehr viele Tendenzen des Zeitalters und der Erschütterung des gesellschaftlichen Lebens im Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg: Die latente Untergangsangst der deutschen Gesellschaft in ihrem Tanz’ auf dem Vulkan, zwischen hedonistischer Lust und Krise ohne Alternative – dieses explosive Gemisch speiste nach 1918 die neue Kunst des Kinos.

 

Der Film erzählt diese Epoche des Kinos zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit und ergänzt dies mit Ausblicken auf das politische und gesellschaftliche Geschehen bis zu Hitlers Machtergreifung 1933.

 

Regie Rüdiger Suchsland
Deutschland 2014
119 Minuten
FSK ohne Altersbeschränkung
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 27.4. - Fr. 28.4.2017 um 20.30 Uhr


Hitlers Hollywood

Über 1000 Spielfilme wurden in den Jahren 1933-1945 in Deutschland hergestellt. Bei den wenigsten handelt es sich um offene Propaganda. Aber noch weniger, der im Nationalsozialismus produzierten Filme, sind harmlose Unterhaltung.

 

HITLERS HOLLYWOOD erzählt erstmals von der dunkelsten und dramatischsten Periode deutscher Filmgeschichte, und erinnert zum hundertsten Geburtstag der Ufa an diese Filme und ihre Stars: Hans Albers, Heinz Rühmann, Zarah Leander, Ilse Werner, Marianne Hoppe, Gustaf Gründgens und viele mehr. 

 

Die NS-Filme waren nicht nur technisch perfekt gemacht, sie waren emotional, weckten Sehnsüchte, ließen träumen, boten Zuflucht. Das Kino war industriell vorgefertigt und manipulativ. Vielleicht waren die Gefühle, die diese Filme weckten, oft ein Selbstbetrug, falsche Gefühle. Aber es waren eben Gefühle. Nur so ist die Wirkungskraft des NS-Kinos zu erklären. 

 

Millionen gingen seinerzeit ins Kino. Welche Träume träumten die Deutschen in ihrer ureigenen germanischen Traumfabrik? Wovon sollten sie träumen, wenn es nach den Machthabern ging? Wie funktioniert Propaganda?

 

Regie Rüdiger Suchsland
Deutschland 2017
105 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 16 Jahren

 

 

Sa. 29.4. - Mi. 3.5.2017 um 20.30 Uhr


Bibi & Tina Tohuwabohu Total

Das TOHUWABOHU ist perfekt: BIBI & TINA begegnen einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mäd-chen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstir¬nig und stur, den kann man nicht überzeugen und selbst BIBI kommt mit Hexerei nicht weiter. Außerdem ist Schloss Falkenstein “under construction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt. Und als wäre das nicht genug, wird Tina schließlich auch noch entführt. Bei all dem Chaos wird am Ende eines ganz klar: Wirkliche Veränderungen entstehen durch gemeinsame Aktionen und Anstrengungen, nicht durch Hexerei.

 

Regie Detlev Buck
Deutschland 2017
111 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 4.5. - So. 7.5.2017 um 16.00 Uhr

Do. 11.5. - So. 14.5.2017 um 16.00 Uhr


Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen

Lena ist eine Journalistin in der Krise, die zunächst in Berlin zum Thema „Europäische Sicherheitspolitik“ recherchiert und sich dann auf den Weg in den Norden Griechenlands macht, nach Thrakien, dem Grenzland zwischen Bulgarien und der Türkei. Ihr Ziel: der neue Sicherheitszaun, der Griechenland von der Türkei trennt. Zufällig begegnet sie Amy, einer Aktivistin, die teils aus Langeweile, aber auch aus Neugier, Lena bei ihren Recherchen begleitet. Es ist die Geschichte einer Begegnung zweier Frauen, die beide mit unterschiedlicher Ambitionen in Griechenland unterwegs sind. Aus der Reibung ihrer beiden Perspektiven entspringt ein Road Movie durch die griechische Provinz, auf der Suche nach unsichtbaren Grenzen und einer Haltung zur Gegenwart.

 

Regie Marita Neher & Tatjana Turanskyj
Deutschland/Griechenland  2016
76 Minuten
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 4.5. - So. 7.5.2017 um 18.00 Uhr


EUROPA - EIN KONTINENT ALS BEUTE

Was ist das für eine (feine) Gesellschaft in der wir leben? Was passiert gerade in Europa? Und warum? Nachdem die europäischen Staaten und Völker in den letzten Jahrzehnten immer enger zusammengewachsen sind, greift seit dem "Ausbruch der Finanzkrise" Völkerhass, Klassenkampf von oben und egoistischer Nationalismus immer offener um sich. Dabei: Ist die "Finanzkrise" nicht eine große Nebelkerze, um die Umverteilung des Vermögens von unten nach oben immer dreister voranzutreiben? Westliche Demokratien wie Griechenland und Portugal verloren im Zuge der gehypten Krise Stück für Stück ihre staatliche Souveränität. Über viele Jahrzehnte erkämpfte Arbeitsrechte sowie Sozialstandards wurden im Zuge einer Schock-Therapie im Handstreich hinweg gefegt. Flankiert von repressiven Maßnahmen wie Versammlungsverboten, geheimen Handelsabkommen, neuen Polizei- und Überwachungsgesetzen werden flächendeckende Privatisierungen und die Macht großer Konzerne in immer mehr europäischen Ländern durchgeboxt.

 

In ruhigen Bildern und konzentrierten Interviews erzählt EUROPA - EIN KONTINENT ALS BEUTE von den ökonomischen und privatwirtschaftlichen Verflechtungen und Einflüssen hin zur fundamentalen Krise Europas. Während ein Politiker, ein Historiker und ein Börsenmakler versuchen, die groteske Situation zu analysieren, nimmt uns der Film auf eine Reise durch Spanien und Portugal mit. Dort erzählen Aktivist/innen von korrupten Eliten und den täglichen Kämpfen um lebenswerte Alternativen, von ungleichen Chancen und kleinen Hoffnungen. Eine markante Bestandsaufnahme.

 

Regie Christoph Schuch
Deutschland 2017
78 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Di. 9.5. - Mi. 10.5.2017 um 18.00 Uhr


DIE ANDERE SEITE DER HOFFNUNG

Khaled, ein junger Syrer, gelangt als blinder Passagier nach Helsinki. Dort will er Asyl beantragen, ohne große Erwartungen an seine Zukunft. Wikström ist ein fliegender Händler für Männerhemden und Krawatten. In der Mitte des Lebens angekommen, verlässt er seine Frau, gibt seinen Job auf und profiliert sich kurzfristig als Poker-Spieler. Von dem wenigen Geld, das er dabei gewinnt, kauft er ein herunter-gewirtschaftetes Restaurant in einer abgelegenen Gasse von Helsinki. Als die finnischen Behörden entscheiden, Khaled in die Ruinen von Aleppo zurückzuschicken, beschließt er, illegal im Land zu bleiben. Wikström findet ihn schlafend im Innenhof vor seinem Restaurant. Vielleicht sieht er etwas von sich selbst in diesem ramponierten, angeschlagenen Mann. Jedenfalls stellt er Khaled als Putzkraft und Tellerwäscher an. Für einen Moment zeigt uns das Leben seine sonnigere Seite, aber schon bald greift das Schicksal ein. Der Ausgang des Films bleibt offen, er führt entweder in ein respektables Leben oder auf den Friedhof. Für in die Enge getriebene Menschen bietet beides Vorzüge. 

 

DIE ANDERE SEITE DER HOFFNUNG erzählt davon, dass jeder Melancholie ein fast rebellischer Zug der Hoffnung innewohnt. Und zeigt das Leben als Wechselspiel von ständiger Sehnsucht und schwankender Hoffnung, von fast märchenhafter Menschlichkeit und kaltem Realismus. Aki Kaurismäkis Filme sind bekannt für ihren lakonischen, skurrilen und minimalistischen Stil. Seine Helden waren immer die "kleinen Leute": Außenseiter, Arbeiter und Arbeitslose – die Verlierer der Gesellschaft. Seit LE HAVRE hat Kaurismäki den Kosmos seiner filmischen „Underdogs“ um eine globale Komponente erweitert. Um diejenigen, die auf der Flucht sind und jetzt in der sozialen Hierarchie ganz unten stehen. 

 

Aki Kaurismäki wurde auf den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Silbernen Bär für die Beste Regie ausgezeichnet!

 

Regie Aki Kaurismäki
Finnland 2017
98 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 4.5. - Mi. 10.5.2017 um 20.30 Uhr